Philosophie

Philosophie

In meiner Praxis integriere ich die klassische internistische Medizin und die biochemische oder regulative Medizin zusammen zu einem Ganzen, gemäß meiner Ausbildung und meinen Schwerpunkten. Im Mittelpunkt steht der Körper des Menschen – und nicht primär sein Verhalten – unabhängig davon, ob er schon krank oder noch gesund ist.
Nach eingehender symptomorientierter Labordiagnostik vor allem von Blut, aber auch Urin, Stuhl und Speichel, kann ich in einem ersten Schritt Wissen und Orientierung geben, wo die Patientin bzw. der Patient steht. In einem zweiten Schritt erstelle ich einen komplexen Therapieplan und substituiere das Wichtigste in individueller therapeutischer Dosis, was für eine gesunde Zellenfunktion benötigt wird.

Im Zusammenspiel von klassischer internistischer Medizin, persönlicher Erkenntnis und einer biochemisch guten Einstellung des Stoffwechsels verbessert sich das Befinden der Menschen, weil sie wieder besser „funktionieren“. Dieses Wissen um die Regulation vieler Prozesse, die es zum Leben braucht, lässt sich für verschiedene Bedürfnisse und Aspekte in der Medizin anwenden, hier einige Beispiele:

Kranke

Egal, was man hat, es ist niemals falsch, eine gute Versorgung mit B-Vitaminen zu haben und damit als Folge neben einer besseren zellulären Funktion (Gehirn!), auch ein niedriges Homocystein. Homocystein erhöht als pro-entzündliche Substanz bei Patientinnen und Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren (Rauchen, Hypercholesterinämie und Bluthochdruck) zusätzlich das Risiko für Gefäßkrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Auch ist es für jede/n Kranke/n wichtig, eine gute Schilddrüsenfunktion zu haben, vor allem bei Themen wie „Fettleber“ und „Hypercholesterinämie“, da die Schilddrüsenhormone maßgeblich mit daran beteiligt sind, den Fettstoffwechsel in der Leber zu regulieren.
Viele Menschen, die Medikamente nehmen müssen, haben auch deswegen Nebenwirkungen, weil diese Medikamente sekundär zu relevanten Störungen in der Biochemie des Körpers führen: Beispielsweise senken Statine (Cholesterinsenker) die körpereigene Q10-Synthese, die Antibaby-Pille führt unter anderem zu Vitamin-B-Mangelzuständen, Metformin (Medikament für Diabetiker) führt zu einem B12-Mangel. Wenn man nur einige dieser biochemischen Folgen direkt durch begleitende Substitution verhindern würde, wären die Verträglichkeit und damit der Verlauf und das Befinden der Patientinnen und Patienten wesentlich besser.

Gesunde

Auch Gesunde oder noch fast Gesunde können präventiv von vielen Aspekten dieser funktionellen Regulationsmedizin profitieren. Wenn der gesunde Mensch besser weiß, wo er steht, kann er für sich ganz individuell vorbeugen und beim Älterwerden auf diese Weise eine bessere Lebensqualität erreichen.
Insbesondere Sportlerinnen und Sportler brauchen biochemisches Wissen, um ergänzend zum Training und zur Ernährung zum Beispiel Antioxidantien zu nutzen, um den Schaden durch die extreme, einseitige Belastung, die sie meist ihrem Körper wiederholt zumuten, zu vermeiden.
Aber auch Mütter und Väter mit Doppel- (Beruf und Kinder) oder Dreifachbelastung (noch die Pflege der Eltern) leisten in der Lebensmitte meist Unglaubliches. Wenn dann noch um die 50 die Hormone sie im Stich lassen, ist nichts mehr so, wie es war.

Gesunde Frauen mit Kinderwunsch

Gesunde Frauen, die planen ein Baby zu bekommen, können neben der Einnahme von Folsäure, Jod und gesunder Ernährung individuell weitere Maßnahmen präventiv einleiten, um fit ein gesundes Baby zu bekommen. Es geht auch ohne, aber es ist mit Stoffwechselunterstützung aus meiner Sicht besser und sicherer, vor allem, wenn die Frauen in der Schwangerschaft weiter arbeiten und Stress ausgesetzt sind.
Ganz wichtig ist eine Stoffwechselanalyse bei Frauen, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben. Oft spielt hier eine nicht sichtbare und doch funktionell bestehende Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle bei in Deutschland häufig bestehendem Eisen-, Selen-, Jod-, Vitamin-D-, Calcium-, Magnesium- und Vitamin-B12-Mangel. Die einzelnen Faktoren sind nicht unterhalb der unteren Normgrenze, aber zusammen ist das Ganze zu schwach, um entweder die Schwangerschaft auszulösen und/oder zu erhalten. Über 30 sollte schon eine Fehlgeburt Anlass sein, sich ein paar Fragen zu stellen und sich einer eingehenden funktionellen Labordiagnostik zu unterziehen.

Männer und Frauen, die sich nicht gut fühlen

Menschen mit eindeutigen Funktionsstörungen, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, Erschöpfung, Müdigkeit, wiederholte Infekte, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Stimmungsschwankungen ohne organische Ursache, die sich auch während oder nach einer Psychotherapie, Ernährungsumstellung und Bewegungstherapie nicht bessern, sollten beginnen, sich der Biochemie ihres Körpers zu widmen. In diesen Fällen finden sich immer komplexe biochemische und meist auch starke hormonelle Dysbalancen, die nicht weggehen, nur weil über den auslösenden Konflikt gesprochen wurde. Im Rahmen einer somatopsychischen Therapie mit der spezifischen Substitution von zum Beispiel Vitaminmangelzuständen und/oder hormonellen Dysbalancen, lassen sich Stimmung und Befindlichkeit durch eine bessere Stoffwechselfunktion gut behandeln.